Ende der Segelabstinenz

Nach der Segelreise folgt ein Hausbooturlaub

Ein paar Tage Urlaub habe ich noch zusammenkratzen können. Nächste Woche beende ich meine Segelpause und wir fahren noch mal für knapp zwei Wochen raus. Die Sommerferien sind fast vorbei und die Ruhe kehrt zurück an die Ostsee. Sorry, aber in der Hauptsaison muß ich da nicht hin. Zu viel, zu voll, zu laut, nicht meins. Dann ist Aschanti im Sommerlager.

Dieses Mal wird es eher ein Boots-Urlaub zu zweit, also mit Heike und mir und kein Meilenfresser-Segeltörn. Wenig Strecke, dafür viel Zeit für so Urlaubssachen eben, Ausflüge machen, baden, essengehen und so. Hausbooturlaub also.

Die einzige seglerische Herausforderung die ich einplane ist das Testen des Gennakers, den ich mir angeschafft habe, aber da muß der Wind erstmal passen. Ich bin noch nie mit einem Leichtwindsegel gefahren.

Ansonsten würden wir auch gerne einmal in Deutschland segeln, was ja naheliegend ist, in welchem Sinne auch immer. Ehrlich gesagt, die deutsche Küste hat auf meiner persönlichen Karte noch viele weiße stellen. Also je nach Wind, Wetter und Gemütszustand wollen wir die Schlei entlang fahren und vieleicht mal in die Flensburgerförde, dort habe ich auch noch nie angelegt. Wenn es uns zu Deutsch wird, können wir immernoch in die Dänische Südsee flüchten.

Und wenn ich schon in Deutschland bleibe, könnte ich auch mal gegen all meine Gewohnheiten das Funkgerät anmachen und mithören, jedenfalls solange bis es nervt. Diesen Seefunkkram habe ich mehr oder weniger, fast völlig verlernt. Ich sehe einfach keinen Grund für mich zu Funken. Allerdings wenn ich einen Grund hätte, müßte ich auch den kompletten Funkslang vom Blatt ablesen. Ich würde im Notfall eher den DGzRS in Bremen anrufen als zu funken. Wobei ich dazusagen muß, das ich beruflich sozusagen täglich Funken muß, das ist aber auch kein Seefunk, der mit einer hundert Jahre alten Prozedur daherkommt. Ich habe von meiner schwimmenden Radiostation jedenfalls noch nie ein Wort gesendet.

Wo war ich stehengeblieben? Hausbooturlaub zu zweit.
Ein paar neue Ausrüstungsgegenstände brauchte ich auch noch, nach den Erfahrungen und dem Materialverschleiß der letzten Reise. Neben Decksschuhen, Segelhabdschuhen und neuen Festmacherleinen hat Joachim mir einen 40 m2 Gennaker mit Bergeschlauch vermacht.
Vier neue Kapokkissen und ein richtiger Cockpittisch sollen dieses mal die Wohnlichkeit an Deck maximieren. Dann brauche ich wohl noch ein oder zwei Dosen Impregnierspray, um das Cockpitzelt dicht zu bekommen, es ist schließlich bald Regenzeit.

So ein fester Tisch im Cockpit ist allemal nützlicher als ein Funkgerät.

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