IPad Navigation

Das Update – Am Ende hab ich es mir doch gekauft

Meine Navigation basiert auf der Seekarte und dem guten, alten Garmin 72 Hand-GPS. Ich suche mir also morgens die Seekarten, die ich für meine Route benötige, heraus und programmiere wenn es sein muß den einen oder anderen Wegpunkt.
Ich zeichne aber keinene Kurse in die Karte ein und spätestens in den Schären bin ich mit den Wegpunkten des 72 nicht sehr weit gekommen. Und weil ein Richtiger Kartenplotter auf meinem Boot absolut unverhältnismäßig wäre, plotte ich mit IPhone und IPad auf Navionics Apps. Karte, Kompass, Peilung und Hand-GPS sind mehr und mehr die Rückfallebene.
Plotten, Tracken, Kursberechnen, Routenplanung mache ich auf den Mobilgeräten. Das IPhone habe ich dabei fest im Cockpit, weil es bei voller Helligkeit weniger Bordstrom zieht als das IPad, welches ich nur bei Bedarf anschalte.

Nun benutze ich die Navionics Seekarten Apps auf beiden Geräten seit fast drei Jahren und bin sehr zufrieden damit, nur die Karten sind etwas veraltet.
Nun gibt es in der App seit kurzer Zeit einen marketingwirksamen, neuen Knopf, der mich dazu einlädt das Beste, neueste Update für nur 59,99€ pro Jahr herunterzuladen. Wenn ich es nicht tue, werde ich die fantastische Funktion dieses Knopfes leider nicht benutzen können. So oder so ähnlich poppt ein Text auf, wenn man diesen Knopf drückt.

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Im Internet und auf den Navionics Seiten waren die Informationen hierzu eher spärlich gesät, deshalb habe ich ein paar Meinungen auf Facebook eingeholt.

Zunächst bin ich dabei auf eine Kartensimulation auf der Navionics-Seite gestoßen. http://www.navionics.com/en/webapp Darauf ist aber Dänemark nicht abgebildet.

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Die Meinungen auf Facebook gingen ein bisschen auseinander und gekauft, beziehungsweise für zwölf Monate gemietet, hatte es auch noch keiner.
Ein wirklich interessanter Kommentar kam von Henrik, der dem Update eher skeptisch gegenüber steht und dafür auch gute Argumente hat.
Henrik hat erklärt, wie man das Kartenmaterial auf dem Navionics App erneuert. In meinen Worten etwa so:

löschen – wieder aus der cloud laden – Karte neu laden

Und?… Das hat geklappt. Freu!
Jetzt ist sie wieder auf dem neuesten Stand. Zumindest kann ich durch stichprobenartiges Vergleichen nichts anderes feststellen.
Da hätte ich vielleicht auch selbst drauf kommen können, bin ich aber nicht.

Also was birgt dieses Update noch in sich?
SonarCharts – verbesserte Tiefenstrukturen.
Die habe ich mir erstmal auf der WebApp Seite angesehen. Aber da ist Dänemark ja nicht Freigegeben. Und das interessiert mich nun gerade. Das läßt mir keine Ruhe.

Egal, ich hab’s mir gekauft.

Wenn keiner aus erster Hand berichten kann, Dan kann ich das ja hier tun.
Außerdem möchte ich hier kurz einen guten Artikel von den Segelreportern verlinken, der alles beinhaltet, auf das ich hier nicht eingehe.http://segelreporter.com/blogs/ipad-navigation-teil-2-tipps-zur-software-navionics-garmin-und-co/

Also berichte ich mal – Test, test…

Mein erstes Fazit ist: geht so. Braucht man eigentlich nicht. Viel zu Teuer. Unfertig. Neuere Karten bekommt man auch ohne, wie oben schon beschrieben.

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Es gibt jetzt eine Updatefunktion. Unterschiede zu den Karten hier und den Karten, die ich durch die Neuinstallation geladen habe, habe ich nicht feststellen können.

Die SonarCharts werden als kompletter zweiter Kartensatz in die App installiert.
Ich habe einfach mal ein paar snapshots gesammelt. Bevorzugt stellen die ich kenne, weil ich da gesegelt bin oder geankert habe.

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Darßer Ort soll ja aktuell wieder versandet sein. Das stellt sich hier zumindest dar. Zum Vergleich auch das WebApp. Wenn der Knopf Blau ist, sind das die SonarCharts.

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An dieser Position habe ich vor anderthalb Jahren geankert, um den Heckanker zu sparen habe ich achteraus die Ankerboje belegt.
Oben, auf der herkömmlichen Karte lag ich im Flachwasserbereich. Unten, auf der SonarChart im tieferen Wasser. Diese Ansicht ist realistischer als vorher.

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Hier bin ich vor gut zwei Jahren mal zwischen roter und grüner Tonne durchgesegelt. Da wäre ich heute nach der SonarCard auf Grund gelaufen. Da weiß ich aber nicht wie es sich dort inzwischen verändert hat.

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Und hier die negativen Beispiele. Weite Teile der Karte sind unfertig. Es fehlen sämtliche Angaben, Tonnen und Farbgebungen, wohlgemerkt nicht überall.

In den fertigen Teilen der Karte sehen die Tifenstrukturen eindrucksvoll aus, man kann gut strukturiert die Abhänge im tiefen Wasser darstellen. Gut für Angler.
Mir bringt das nichts. Die Flachwasserbereiche, und nichts anderes interessiert mich wirklich, sind sehr ähnlich. Und da wo es stark differiert, so wie zwischen Lyø und Faaborg auf dem Bild oben, da stiftet es nur Verwirrung.
Welcher Karte soll man glauben? Im Zweifelsfall lieber keiner Karte von Navionics.

Es ist eben doch nur alles so gut, wie es eben ist. Es gibt nicht das Perfekte. Höchstens die perfekte Marketingstrategie, die mich so neugierig auf diesen Updateknopf hat werden lassen.

Ich kann also weder zu noch abraten, aber wer will kann sich jetzt vielleicht ein Bild machen.

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