Der kleine Hafen

Unter dem Radar

Es gibt in der Dänischen-Südsee ein paar Häfen, die fernab der Touristenströme liegen. Sie sind klein, umständlich zu erreichen in meist flachen Gewässern und haben wenig Infrasrtuktur. Diese Häfen haben anderes zu bieten.

Und damit das so bleibt, erwähne ich ihren Namen besser nicht.
Das ist auch nicht nötig, denn wer diese Häfen sucht, wird sie auf der Karte schon finden.
Und wer nicht danach sucht, kommt so auch nicht in die Verlegenheit aus Versehen an einen Liegeplatz zu geraten, an dem es noch nicht mal ein Hafenkino gibt.

Also was ist es, was diese entlegene Hafenanlage zu so etwas Besonderem macht?
Nichts.
Hier gibt es nichts, was man nicht in ein, zwei Stunden erkundet hat. Von den sechs Menschen, denen ich hier begegnet bin waren vier Fischer. Zwei Boote haben abgelegt und wieder angelegt. Danach wurden Fische geputzt. Das wars.
Somit hatte ich nach gut zwei Stunden jede Menge Zeit, um sie vergehen zu lassen. Ohne einen Plan. Ohne etwas verpassen zu können. Hier gab es ja nichts.
Die langersehnte und tief empfundene Langeweile. Endlich.

Nach 28 Stunden habe ich es dann doch nicht mehr ausgehalten. Als nach dem Regen der Starkwind plötzlich nachließ, habe ich wieder abgelegt und bin nach Ærøskøbing gefahren.

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