Von Ærøskøbing nach Skarø

In drei Episoden

Ærøskøbing

Dieser Ort ist ohne jeden Zweifel besonders reizvoll. Das maritime Flair, die prachtvolle Puppenstubenstadt, der nette Hafenmeister, der nach der Automatenära wieder von Boot zu Boot geht. Das alles ist es wert hier anzulegen.
Für mich waren es dieses Mal allerdings die Fischräucherei und der Netto-Markt direkt am Hafen.
Geräucherte Krabben mit Knoblaucharoma und ein kleines Stück Räucherfisch, irgendeiner aus Grönland, mußte ich sofort aufessen, um gut gestärkt zum Einhandseglergrillabend übergehen zu können.

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Die Überfahrt

Am Freitag morgen bot mir der Himmel wieder eine schwachwindige Phase, perfekt um mit dem Genacker gemütlich nach Skarø zu segeln.
Also habe ich alles schön vorbereitet, bin aus dem Hafen gefahren und habe die die Katze aus dem Sack gelassen, also besser gesagt den Genacker.
Ich bin immer noch begeistert von diesem Segel, das ich seit dem letzten Sommer habe. Ruhiges dahingleiten mit zweieinhalb bis drei Knoten.
Wenn ich es nicht gehabt hätte, wäre ich die Strecke bestimmt motort, und wer will das schon.
Und wenn man dann mit dem Riesensegel durchs enge Fahrwasser fährt, kommt nicht nur die Fähre von Svendborg nach Ærøskøbing entgegen, sondern dann kommt auch die Fähre von Ærøskøbing nach Svendborg von hinten angerauscht und man wird mitten auf der Ostsee klaustrophobisch.
Es passt trotzdem irgendwie immer. Von heftigen Kreuzseen der zwei Dampfer gepeinigt brachte ich das Boot und das Segel wieder unter Kontrolle. Obendrein schüttete es jetzt auch noch ordentlich aus allen Wolken.
Kurz vor Skarø tütete ich den nassen Sack wieder ein und machte im Hafen fest.

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Freitag ist die Hafeneinweihung auf Skarø

Allerdings nächsten Freitag, wie mir ein Einheimischer erklärte. Dieser Hafen ist offiziell geschlossen, es scheint aber auch keiner etwas dagegen zu haben, wenn ich hier liege.
Die alten sanitären Anlagen sind längst abgebaut und die neuen noch nicht fertig. Es gibt keinen Hafenmeister, keinen Kaufmann, kein W-LAN, keine Dusche, kein Klo und kein Wasser.
Gut, stört mich nicht, das alles ich irgendwie auch auf andere Art verrichten.

Denn hier wollte ich unbedingt einmal hin und auch Skarø hat, wie in diesem Blog schon mal so beschrieben, auch anderes zu bieten.
Gut ja, Ruhe, Beschaulichkeit, nette Insulaner, das ist alles schön, aber was mich wirklich hierher gelockt hat und wohl auch eine zweite Nacht hier halten wird, ist Skarøs Eisfabrik.
Bio Eiscreme mit Birkensaft gesüßt. Lecker, absolut authentisch, Is fra Skarø und natürlich mit Selbstbedienung. Hierher fährt man zum Eisessen.
Ich kann mich sicherlich so einige Tage selbst versorgen, aber Eis habe ich natürlich nicht an Bord, uns soeins schon garnicht.

http://www.isfraskaroe.dk

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