Starkwind und Dauerregen

Die zweite Woche

Ich will mich ja vom Wetter nicht negativ beeinflussen lassen. Ich bin dort wo ich den ganzen Winter hin wollte, auf dem Boot mitten in der Dänischen Südsee. Gemütlich ist das allemal. Aber wenn mich Starkwind und Dauerregen an jedweder Aktivität hindert, habe auch ich irgendwann die Schnauze voll.

Ich habe seit einer Woche einen nassen Genacker im Vorschiff die hälfte meiner Klamotten sind nass und hängen irgendwo im Boot rum, das mittlerweile auch überall nass ist. Und segeln kann ich günstigstenfalls immer mal für ein paar Stunden, wenn ich nicht ins nächste Unwetter geraten will.
Für lange Wanderungen an Land reichen die Regenpausen meist nicht aus und selbst nach kurzen Spaziergängen komme ich normalerweise völlig durchweicht wieder zurück.

Am Montag habe ich mich mit der Fock von Skarø aus durch den Svendborgsund ziehen lassen, die Strömung setzte allerdings ganz schön entgegen.
Bis nach Rudkøbing hatte ich einigermaßene Windbedingungen, nur vor der Langelandbrücke blies es dann wieder mit sechs.
Gewitter und Hagelschauer erwischten mich dann zum Glück erst nach dem ich im Hafen von Rudkøbing festgemacht hatte.

Am Dienstag ergab sich eine Verabredung zum Grillen in Marstal mit einem Bremer Seglerpaar. Super, willkommene Abwechslung. So bin ich also am nächsten Tag mit voller Fahrt direkt gegen Starkwind und Welle nach Marstal motort. Der Regen hielt sich heute mal zurück, nur zwei oder drei Schauer. Heute ist es sowieso egal, ob ich nun Satz- oder Süßwasser ins Gesicht bekomme.
In Marstal gibt es nämlich überdachte Grillhütten, ich bin ja mittlerweile vorsichtig geworden.
Nach einem angenehmen Grillabend mit Sylvia und Ingo lag ich am Mittwoch weiterhin eingeweht in Marstal.
Allerdings heute mal ohne den obligatorischen Dauerregen, so habe ich den Tag mit dem Trocknen der Kleidung und dem Abdichten des Decks verbracht.
Gut, wenn ich hier von eingeweht schreibe, heißt das natürlich nicht Orkan oder Sturm, aber bei lausigen 5-6 Beaufort zieht mich einfach nichts aus mehr dem Hafen, zumindest nicht ohne Not.

Und heute, quasi am vorletzten Tag meiner Reise, heute bemerke ich nach dreizehn Tagen, daß ich die Sonnencreme vergessen habe. Heute scheint die Sonne und der Wind ist sommerlich seicht. Die Prognosen sehen super aus und das Barometer steigt und steigt.
Allerdings habe ich davon nicht mehr sehr viel. Ich fahre morgen wieder zurück nach Hause.
Dabei trocknet vielleicht sogar der Genacker wenn alles klappt.

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Svendborgsund

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Rudkøbing in der Regenpause…

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…ansonsten sah es so aus…

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…oder so.

Aber heute endlich wieder so.

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Eine Antwort zu Starkwind und Dauerregen

  1. Käpt'n LaPirogue schreibt:

    Ich kann Dir nachfühlen.
    Das mit dem Dauerregen und nassem Schiff hatten wir letztes Jahr zu Pfingsten auch:
    http://sailing-lapirogue.blogspot.de/search/label/Pfingstt%C3%B6rns%202013
    🙂

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