Omø

Sturm im Wasserglas

Ich bin am Samstag bei Dunkelheit auf Omø angekommen. Nach 54 Seemeilen in mehr als zwölf Stunden war ich mehr als erledigt.
Am Sonntag habe ich dann die Insel Omø, hier zwischen Belt und Smallands Fahrwasser, das erste mal gesehen.

Der HafenIMG_7371.JPG
1. Die Fähre steht vor dem Hafen
2. Die Fähre fährt um die Mole
3. Die Fähre ist im Hafen
4. Der Fischladen im Hafen
5. Dort wo man am Sonntag Lebensmittel bekommt
6. Und dort wo man am Sonntag keine bekommt

Ich habe das Fahrad aufgebaut und eine Tour über die Insel gemacht.

Auf der Insel

IMG_7372.JPG
1. Der Leuchtturm
2. Ein Hof
3. Ein Weg im Ortskern
4. Der Hafen von weitem
5. Die Kirche
6. Ein kleines Haus

Jetzt aber schnell zurück und noch ein paar Leinen als Spring gelegt, denn am Montag gibt es „STURM“.

Im Sturm

IMG_7373.JPG
1. Morgens Sturm
2. Mittags Sturm
3. Abends Sturm
4. Sturm beim Nachbarn
5. Die Ruhe nach dem Sturm
6. Tschüss Omø

Das schlimme ist ja, das so ein Wetter einen total paralysiert. Draußen ist ekeliger Wind und Regen. Geht man also raus, ist man nass. Und einen Grund raus zu gehen muß man auch erst einmal finden.
So bleibt man also auf dem Boot.
Hier ist es warm, dafür ist aber alles in Bewegung.
Im Liegen hält man es aus. Müde ist man ja sowie so, denn der Sturm fing ja bereits mitten in der Nacht an. Schlafen konnte man dabei eher nicht. Aufrechtes Sitzen ist da schon schwieriger, weil das Vestibularorgan so wesentlich feinfühliger ist.
An soetwas wie Blogschreiben ist garnicht zu denken. Es fühlt sich eher an als wäre man Krank. Ist man wahrscheinlich auch. Also nimmt man eine Reisetablette. Jetzt möchte man erstrecht viel lieber liegen.
Dafür kann man nun das erste mal überhaupt, seit Beginn des Sturmes, an soetwas wie Essen denken, aber höchstens was leichtes.

Und zu allem Überfluss muß man dann doch noch nach draußen, weil der Wasserstand im Hafenbecken so gestiegen ist, das die Leinen besser mal nachjustiert werden sollten.
Nachdem man sich danach wieder umgezogen hat, kann man sich nun mit neuer, trockener Kleidung endlich wieder hinlegen.

Ist es also zu ekelig um raus zu gehen, und drinnen zu ekelig um irgendwas zu machen.
Ist der Handlungsrahmen also soweit beeinträchtigt, das man sich auf das Eine und Wesentlichste besinnt, was einem in so einer Situation zu tun übrig bleibt. Wenn also überhaupt nichts mehr geht, dann hilft nur noch Serien gucken.

Bei mir war es ganz genau so. Vierzehn Folgen „The Mentalist“ und zwei Vomex, halfen mir über vierundzwanzig Stunden Sturm im Wasserglas hinweg.

Am nächsten Morgen war dann nur noch Stille, als ob es den letzten Tag nie gegeben hätte.

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Eine Antwort zu Omø

  1. sonnensegel schreibt:

    Vielen Dank für Deine Impressionen. Auf nach Omø!

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