Dänemarks Fjorde #01

1.Mai, bis jetzt noch kein Eisgang

Ich liege im Vemmingbund vor Anker. In der Nacht und am Morgen waren es wiedermal nur 4 Grad. Aber jetzt scheint dafür die Sonne aufs Boot und es geht kaum Wind. Nun sitze ich hier mit zusätzlicher Termofleeswäsche und heißem Kaffee am Tisch, um mich herum tiefe Ruhe. Nur die Vögel am Ufer und die Reifen der Autos auf der etwas entfernteren Bundesstraße singen ihr Lied. Ich überlege kurz, was die letzten Tage so passiert ist. Es ist ja auch immer das gleiche Prozedere, langweilig und nicht berichtenswert, also berichte ich davon.

Dienstag, Zustand nach Nachtschicht. Bin noch nicht im Urlaudsmodus angekommen. Nochmal die letzte Wäsche waschen und den Kaminofen anheizten, damit die Wäsche auch noch trocken wird. Hörbücher überspielen. Schonmal anfangen das Auto vollzustopfen.

Mittwoch, die nunmehr getrocknete Kleidung in die Tasche stopfen, Tasche ins Auto stopfen, einmal schieben und drücken und die Heckklappe schließen, tanken und los. Fahrt über Kiel. Hamburg, die A7 und ich werden wohl keine Freunde mehr. MacDonalds, Maasholm, in der Ferne Schleimünde und das Meer. Zack fertig, Urlaudsmodus. Jetzt nur noch schnell die Sachen aus den Taschen in die Schapps stopfen. Plötzlich war es Nacht.

Donnerstag, für heute hatte ich mich mit Walter verabredet und als klitzekleine Zusatzaufgabe, den noch anstehenden „Großeinkauf“ bewerkstelligen. Walters Boot sitzt noch in Kappeln auf dem Trockenen, Walters Wohnmobil zum Glück auch. Deshalb hatten wir dort einen langen und ausgiebige Plausch über maritimes und all das andere, und nur kurz zwischendurch traf ich bei Aldi und Edeka auf „Großeinkauf“. Ich habe mir Walters Boot angeschaut, dann sind wir sind auf einen Kaffee nach Maasholm gefahren, um auch mein Boot zu ispezieren und hinten im Auto lauerte dabei schon „Großeinkauf“ auf seine Chance. Nachdem ich Walter am späten Nachmittag nach Kappeln zurückgefahren hatte, gab es nur noch uns beide, mich und „Großeinkauf“. Und „Großeinkauf“ wollte auch mit ins Boot. Plötzlich war es wieder Nacht.

Freitag, heute schnell die Backskisten aufräumen, das Fahrad verstauen und das Vorsegel anschlagen, bevor der dicke Regen kommt. Nach der ersten Backskisten kam er auch schon. Es war dann noch ein herrlich langweiliger Nachmittag mit Hörbuch, Film und Heizlüfter. 

Samstag, 6:30 Uhr, jetzt aber los, nur noch Backskiste, Fahrrad, Vorsegel, Frühstück, Abwasch, Wasser bunkern, Beleuchtung reparieren ( Korrosion), warm anziehen. 13:00 Uhr Leinen los, endlich. Ich bin bis Kalkgrund mit 2 bis 2,5 Knoten gesegelt und ab da den Bug in den mäßigen Wind gedreht und den Rest der Strecke bis hier hin motort, geankert, gefroren.

Tja wirklich, bis hier hin gab es wirklich nicht viel zu erzählen.


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