Loskommen ist alles

Schnell weg ist das Ziel
Nach drei Monaten völliger Segelabstinenz liege ich jetzt, am heutigen Sonntag, im Hafen von Marstal und habe eine lange Zeit des freien und unabhängigen Reisens auf der Ostsee vor mir. Die ganze Anspannung fällt von mir ab, denn ich habe es geschafft, ich bin der magnetischen Wirkung des Heimathafens entkommen, endlich frei, endlich Urlaub. Endlich hat alles an Bord einen Platz gefunden, alle Flüssigkeitenin den Tanks sind aufgefüllt oder ersetzt, Wasser, Diesel, Gas, Motoröl und nicht zu letzt die ganzen Elektronen in den Batterien die an der richtigen Stelle platziert werden wollen.

Bis hierhin waren es einige harte und entbehrungsreiche Tage bei unerträglicher Hitze von mindestens 28 Grad und wenig Wind. Nachdem das Auto vollgeladen war, war die Fahrt zur Küste der angenehmste Teil, dank der Klimaanlage, als ich am Donnerstag in Maasholm eintraf. Jetzt alles schnell aus dem Auto aufs Boot verladen, was keine Wärme verträgt. Ankunft um15:00 Uhr Abendessen um 23:00 Uhr und trotzdem noch völliges Chaos im Schiff.

Am Freitag den Wecker auf sechs gestellt, damit ich noch vor der Tageshitze meinen Einkauf erledigen konnte. Mittags hatte ich alles im Boot. Jetzt noch einen Motorölwechsel eine tiefentladene Batterie pflegen und dann zu guter letzt, sozusagen zur Belohnung, das neue Segel anschlagen, passt, bestens. Jetzt endlich duschen, essen und dann schlafen, zum Glück verspricht der nächste Tag Abkürzung.

Samstag, es kann losgehen. Brötchen holen, das Bordfahrrad verstauen Wasser bunkern, abwaschen alles Restliche wegpacken, die Navigation aufbauen. Um 13:30 Uhr war das Boot seeklar und klar zum Auslaufen. Tja, allein dauert eben alles länger, der Einhandsegler braucht mehr Zeit. 14:00 Uhr Leinen Los. Mit Motorkraft aus der Schlei und ab Schleimünde die Segel gesetzt. Unter Segeln machte ich kaum Fahrt, deshalb dieselte ich dann gegen den schwachen Wind bis nach Marstal, egal Hauptsache weg.

In der Nacht ging eine Gewitterfront mit Getöse durch und am Morgen blies es noch kräftig, aber jetzt flaut es wieder ab und ich mache mich bereit weiter zu ziehen, endlich angekommen.




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2 Antworten zu Loskommen ist alles

  1. Sven schreibt:

    Viel Spass, wir sind just erst von unserer Tour wiedergekommen – wuensch Dir entspanntes Segeln und entspannt geleerte Haefen 🙂

  2. Weiterhin immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Ich lese gerne Deine Beiträge und bin selbst als Einhandseglerin unterwegs.

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