Die lange Zeit der Vorbereitungsvorfreude

Wie bereits beschrieben gehe ich auf einen zweimonatigen Törn ab dem ersten August. Seit meinem letzten Beitrag befasse ich mich nun intensiv mit den Vorbereitungen. Und das in zweierlei Hinsicht, zum Einen natürlich das Boot, die Technik und die Ausrüstung betreffend und zum Anderen mich Persönlich betreffend. Wie nutze ich den Fahrtwind dieser Reise und die Kraft der Vorfreude am Günstigsten aus?

Gut, die technische Seite ist leicht zu beschreiben, mein Großsegel war zur „Red Gull“- Aufbereitung beim Segelmacher in Arnis. Eine neue Baumpersenning lasse ich mir gleich dazu schneidern, allerdings im traditionellen Schnitt, die Öffnung nach unten. Ende April kommt Aschanti dann mit den üblichen kosmetischen Routinen ins Wasser. Neue Salonbodenbretter sollen noch kommen, aber damit kann ich mir auch noch etwas Zeit lassen.

Ansonsten befasse ich mich noch mit Reisekreditkarten, Prepaid Datenvolumen und und der Anhäufung von ungehörtem Hörbuchmaterials.

Was ich aber eigentlich beschreiben möchte, ist der Synergieeffekt durch die bevorstehende große Reise entstanden ist und den ich gerade versuche gutestgehend auszunutzen. Es soll etwas Besonderes sein, wenn ich alle paar Jahre aufbreche, um neue Küsten zu erreichen und meinen Horizont zu erweitern. Im Moment ist es ja nur ein besonders langer Zeitraum, den ich mir zum Segeln freihalte und hoffentlich irgendwo lande, wo ich vorher noch nie gewesen bin. Ich möchte diese Zeit auch nutzen, um aus meiner eigenen Lethargie des Gewohnten und des Alltags auszubrechen. Ich meine die Kraft zu haben und zu nutzen, die daraus entsteht, auf ein Ziel hinzuarbeiten. Der Weg ist das Ziel, und der Weg beginnt schon jetzt. 

Was bedeutet das konkret für mich? Punkt eins: Abnehmen! 25kg -35kg Gewichtsreduktion wären Sinnvoll und dann auch mehr Sport machen, ein bisschen Kraftsport für den Rücken und vor allem wieder Laufen gehen, was ich echt gerne mache.  Ich will die Kraft nutzen, um mich von den Phasen der Antriebslosigkeit und Traurigkeit des Winters zu befreien und, um mir auf dieser Reise nich selber im Weg stehen.

Und ich muss sagen plötzlich ist es so leicht, ich mache mir zwar keinen grosen Druck, verliere aber das Ziel nicht aus den Augen. 12kg von meinem Kampfgewicht habe ich bereits verloren, deshalb sind 25kg Gewichtsabnahme bis August durchaus realistisch. Seit zwei Wochen Laufe ich wieder, erst im Interwall, jetzt durchgehend eine zur Zeit 4km lange Strecke. Nur zu den Hantelübungen für den Rücken habe ich noch nicht zurückgefunden, aber ich arbeite daran. Es läuft; -und das mit einer nie vermuteten Leichtigkeit. 

Und besonders freut es meine Partnerin, daß ich die ganzen aufgeschobenen Projekte Zuhause nach und nach auf die Reihe kriege. Das Dach vom Holzunterstand ist neu, die Bank im Flur wurde gebaut und den vielen kleinen Dingen die noch getan werden sollen bevor ich mich für zwei Monate aus dem Staub mache, stehe ich entspannt und gelassen gegenüber.

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