So, geht los…

Also fast, genaugenommen am 1.August. Da komme ich morgens aus dem Nachtdienst. Ich fahre dann immer gerne abends los, komme spät an und bringe nur das Nötigste an Bord. Dann habe ich noch einen vollen Tag zum Einkaufen, Packen und Schnacken am Steg.

Hier Zuhause habe ich das meiste vorbereitet. Der selbst zugeschnittene Salonfußboden ist dreimal lackiert und härtet jetzt aus. Eine neue Baumpersenning und zwei lange Heckleinen wartet hier auf ihren Einsatz. Der Kartensatz und das Törnhandbuch für Süd- und Ostschweden liegen bereit. Reisekreditkarte ,Reisekrankenversicherung und Reiseapotheke sind vorhanden, die Speicher sind voller Hörbücher und um Roaminggebühren brauche ich mich in diesem Jahr auch nicht mehr zu kümmern. Nicht zuletzt die zu klein gewordene Offshore-Hose, die wieder bequem sitzt und ab sofort die Elefantenvariante ablöst.

Was aber die Hauptaufgabe in der letzten verbleibenden Vorbereitungwoche sein wird, ist das Energie-Problem. Allerdings die Sorte von Energie, die den Einhandsegler bei Laune hält und die in diesem Jahr auf mageren Mix umgestellt wurde, um die Maschiene zu entlasten, der Proviant. 

Nun, das ist schon ein wichtiges Thema für mich geworden, ich habe knapp 20 Kilo abgespeckt und möchte nach der Reise auch an der Stelle weitermachen, mein Gewicht zu normalisieren, also Gewicht zu halten. Deshalb muss ich mich von einigen Zutaten meiner bisherigen Proviantliste trennen und eine kalorienärmere Versorgung anstreben, das ganze ohne permanente Kühlungsmöglichkeit und möglichst lange haltbar. 

Das klingt nach einem Kompromiss zwischen in der Backskiste verschimmeltem Magerquark und der Tafel Schokolade für die Seele und die Moral der Einmannbesatzung. Was Zuhause gut und eingespielt funktioniert, ist im Boot eine Herausforderung. Deshalb liste ich hier mal stichpunktartig einige meiner Überlegungen auf.

– Keine Schokolade an Bord! Ich koche Pudding mit 0,3% Milch und Süßstoff oder Magerquark mit ungezuckerten Früchten oder Marmelade und Trockenobst und Walnüsse zum Naschen. Das muss ausreichen. 

– Vollkorn : Nudeln, Reis, Brot und frische Kartoffeln, kein Pfanni.

– Leinöl, Kokosöl, Olivenöl, Buchweizenmehl, Kokosmehl, Haferflocken und Kleie.

– Eier und Magerquark halten sich durchaus lange ungekühlt. Beim Quark kommt der Deckel hoch, wenn er verkeimt.

– Bei Schinken und Käse bleibt alles beim Alten, ganze Stücke eingeschweißt unten in der Bilge. Kleine Italienische Salami, ja, aber nicht so oft.

– Gemüse in Dosen ist ok. Fischkonserven aber ohne Öl. 

– Fertiggerichte habe ich von einem richtigen Schlachter in Dosen. Kalorienreich aber lecker und man freut sich drauf, ganz anders als die Fabrikware. Auf Nasi Goreng aus der Dose mit Spiegelei und Maggi werde ich aus guter alter Tradition auch nicht verzichten können. Aber dafür auf Bockwürstchen.

Jetzt wo ich das alles aufschreibe, bin ich mir schon wieder ein gutes Stück mehr im Klaren, was ich einkaufen werde und was nicht. Ich glaube es läuft. Und ich glaube ich habe jetzt Hunger.


 

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