Der Segler

Über mich

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Mein Name ist Maximilian Woehl, ich bin 1970 geboren.
Wenn ich nicht segelnd auf dem Wasser bin, also die restlichen dreihundert Tage des Jahres, bin ich als Rettungsassistent bei einer Hilfsorganisation in einem kleinen Landkreis in Niedersachsen unterwegs. Ich bewege mich also im Blaulichtmilieu.

Wie ich zum Segeln kam

Anfang der 90er Jahre hat es mich aus unerklärlichen Gründen aufs Wasser gezogen, so wie eine verborgene Sehnsucht.
Ich habe mir ein einer Kajak besorgt, um zu paddeln. Später schaffte ich mir ein RZ 85 von Puch an, ein zweisitziges Faltboot noch aus DDR produktion. Dann ging es mit dem Bulli Camper zur Mecklenburgischen Seenplatte. Noch später hatte ich die ersten Segel auf dem Faltboot montiert, und schwupp war ich nicht mehr der Motor.

Während einer längeren nebenberuflichen Ausbildung verkaufte ich den Bulli, da zeitlich sowieso keinen Urlaub drin war.
Da entstand die Idee aus Camping und Wassersport, das campen auf dem Wasser zu betreiben. So wie die ankernden Segler, die ich an den Ufern der Seen in Mecklenburg sah.
Die mußten nicht auf den bewachte Campingplatz so wie ich. Ankern ist nicht Wildcampen, welches zu der Zeit nicht immer gewaltfrei geahndet wurde.
Ankern gefiel mir schon mal sehr. Dann wird es also das Segeln auf einem Kajütboot sein müssen.

Scheine und chartern

Ich machte diverse Sportbootfhrerscheine auch einen Segelgrundkurs und später den SKS mit Praxistörn. Dabei stellte ich erstaunlicher Weise fest, daß es egal ist wie groß das Boot ist, ob Faltboot oder Yacht, segeln ist segeln, nur der Komfort unter Deck ist variabel.

Anfang der 2000er Jahre charterte ich meistens in Hollands Friesischer Seenplatte, 22 Fuß Kajütsegelboote. Auf diese Art habe ich auch ein mal die Seen der Masuren bereist. Wenn ich alleine unterwegs war, mietete ich in Holland eine Polivalk, ein offenes Festkielsegelboot mit Zeltpersenning für die Nacht.

Erstes eigenes Boot

2007 wollte ich ein Boot in der Ostee chartern und fragte in diesem Zusammenhang auch einen Arbeitskollege, dessen Vater ein Boot in einer Eignergemeinschaft hatte, ob dieses vieleicht zu Mieten sei.
Es war nicht zu Mieten, es war zu verkaufen und das zu einem echt guten Preis.
So kam ich zu meinem ersten eigenen Boot, Winifred, einer ETAP 22 von 1977, voll ausgerüstet mit Trailer, einhandtauglich und mit Liegeplatz, der für die Saison auch schon bezahlt war.

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So habe ich mich den Sommer lang, langsam in die Ostsee getastet, bis Ende des Jahres mein Segelfreund und Kollege Max mit mir auf Winifred rund Fyn gesegelt ist. Der erste größere Ostseetörn.

Das war der Zeitpunkt, den ich als das Ende von Teil A bezeichnen möchte.
Hervorgehen aus einer persönlichen Krise und einer daraus resultierende Umorientierung oder besser Neubewertung meines Leben, ist der weitere Verlauf sozusagen Teil B.
Das Segeln mit Winifred, gab mir einen Sinn. Das wollte ich weitermache. Unter anderem half mir das ein Stück weit aus dem Loch.
Ich segelte mit Winifred insgesamt drei Jahre.

Upgrading mit Aschanti

In der dritten Saison mit der ETAP 22 ertappte ich mich dabei, wie ich immer häufiger nach den größeren Booten schielte.
Als mir Ende 2009 dann Aschanti angeboten wurde (ich habe nicht aktiv gesucht, Boote finden einen), konnte ich den Verlockungen von Einbaudiesel, 1,75m Stehhöhe und Toilettenraum mit See WC nicht widerstehen.20130410-114113.jpg

Mit Aschanti segel ich heute.

Westschwedische Scheren 2013

In diesem Jahr ist meine erste große und bisher längste Reise geplant. Ich habe mir ab Pfingsten 51Tage also sieben Wochen Zeit genommen, um in die Westschwedischen Scheren zu segeln. Zumindest ist es, das Ziel.

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… vier Jahre später…

2017 höchste Zeit das Blog zu pflegen. Die meisten Eckpfeiler in meinem Leben, sowohl als Segler, als auch in meinem „real life“ (hä?…) haben sich nicht großartig verändert. Ich leiste mir inzwischen durch weniger Erwerbsarbeit einen höheren Zeitwohlstand und habe dadurch die große Chance mit weniger Geld auskommen zu dürfen. Dadurch stellt sich mir zwangsläufig häufiger die Frage was ist wirklich wichtig in meinem Leben. Nun, – Geld und Arbeit wohl offenbar nicht. Segeln?… Auf jeden Fall. Ein größeres, neueres Boot?… Wohl eher nicht.

2015 hatte ich vorübergehend aufgehört zu bloggen, mir fehlten die Worte, mir fehlte die Energie. Und dann fehlte mir auch noch das bloggen, zum Glück. Deshalb schreibe ich wieder und wenn ich mal nicht mag, lasse sich es auch mal sein.

Der Kater Merlot, das Haustier meiner Partnerin Heike ist schwer herzkrank erfreut sich aber dank täglicher Einnahme einer Hand voll Medikamenten guter Gesundheit. Aber krieg diese erstmal in den Kater hinein, das ist leider nicht an andere zu übertragen und bedeutet seit Sommer 2014 getrennte Urlaube. Ich Segel wirklich gerne alleine, aber ständig Einhandsegeln ist dann irgendwie auch doof, aber eben nicht zu änder.

Deshalb habe ich jetzt, 2017, acht Wochen Urlaub zusammen gelegt und einen weiteren großen Einhand Törn geplant. So wie 2013 Westschweden, als ich mit dem bloggen angefangen habe. image

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2 Antworten zu Der Segler

  1. Georg schreibt:

    Hallo Maximilian, bin auf deinen Blog gestoßen, weil ich in Google etwas über Ankern vor Vemmingbund gesucht habe. Mir gefällt, wie du über das Segeln denkst und wie du segelst und davon berichtest. Und wenn du nun noch aus der „Scheren“-Überschrift eine mit „Schären“ machst… dann ist „Daumen hoch“ 100%
    Beste Grüße Dieter

  2. Harald Hüttmann schreibt:

    Hallo Maximilian,
    lese jetzt wieder in Berlin deinen Blogg. Toll, daß du deinen langen Törn geschafft hast, den kann dir keiner mehr nehmen. Doch scheint er deine Segelsucht zu verstärken, gefährlich, gefährlich(?).
    Meinem derzeitig noch beschädigtem Zweitschiff, Victoire 26, erzähle ich manchmal von dir und seinem Schwesterschiff. Solch eine Reise will es auch machen, doch vorher steht noch viel Refitarbeit an. Doch das Schiff ist segelklar und ich überlege, ob ich es im eisfreien Hafen lasse. Im Winter segeln, wenn auch nur binnen, kann auch reizvoll sein.
    Wir sind prima in aller Ruhe wieder mit unserem Schiff in Berlin angekommen. Die zwei Monate war immer gute Stimmung an Bord und das Schiff hat, wenn man von einem neuen Startermotor absieht, super durchgehalten.
    Falls dich im Winter das Segeln in der Großstadt oder nur die Großstadt reizt, melde dich! Gruß! Harald
    h.huettmann@berlin.de

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